Erste Beikost ~ Interesse zeige ich so

Liebe Mama, lieber Papa!

Irgendwann zwischen dem 4. und 6. Monat sende ich als gesundes, reif geborenes Baby meine Entwicklungszeichen an denen Du erkennst ob ich bereit bin für die erste Löffelkost. Aus meinem Verhalten kannst du den richtigen Zeitpunkt zur Einführung der Beikost herauslesen.

  • Ich fange an stark zu Speicheln.
  • Meine Händchen wandern immer öfter in meinen Mund und werden bekaut und belutscht. Auch deine Finger schmecken lecker!
  • Meine Augen wandern jedem Löffel und jeder Gabel hinterher, wenn Jemand in meiner Anwesenheit isst.
  • Ich verkürze die Abstände zwischen den Mahlzeiten und manchmal komme ich auch nachts wieder um zusätzlich zu trinken.
  • Und wenn Du mir einen Löffel oder etwas zu Essen vor den Mund hältst mache ich den Mund auf und möchte es haben.

Das ist Papas Chance! Endlich kann ich mit ihm zusammen eine wichtige neue Erfahrung machen :-)

Wenn ich gut zugenommen habe bisher und jeden Tag meine Windel ordentlich mit Muttermilchstuhl fülle und einfach “nur” neugierig auf die Löffelkost bin, dann biete mir am besten eine Gemüsesorte an.

Karotte schmeckt leicht süß und ist von der Konsistenz sehr fein wenn sie aus dem Gläschen kommt. Genau richtig um mich an Gemüse zu gewöhnen. Die Uhrzeit ist mir egal, Hauptsache da kommt mein Babylöffel mit “was drauf”. Wenn ich selten Stuhlgang habe, dann lass das lieber sein. Karotte wirkt nämlich stopfend und kann mir richtig Bauchweh machen wenn ich nicht täglich schönen Still-Stuhl absetze.

Pastinake oder Kürbis sind in dieser Situation besser für mich geeignet. Lege mich auch mal auf die Babywaage wenn ich nicht so oft Stuhlgang habe. Kontrolliere einfach meine Gewichtszunahme das hilft dir zu entscheiden welche Beikostform jetzt richtig ist. Nehme ich noch richtig zu? Denn wenn du mir Gemüsebreie fütterst, bedient das nur mein Interesse am löffeln aber bringt mir kaum zusätzlichen Nährstoffe oder Kalorien.

Wenn die Nächte schon unruhig sind und ich oft komme und trinken möchte dann ist mir Gemüse als erste Beikost zu wenig. Denn ich habe richtig Hunger. Jetzt um den 4. und dann wieder um den 6. Monat herum mache ich einen tüchtigen Wachstums- und Entwicklungsschub.

  • Ich nehme viel mehr dich und meine Umwelt wahr.
  • Ich brauche Kraft um mich zu bewegen und zapple gerne mit den Füßen und Armen herum.
  • Auf dem Bauch liegend trainiere ich meine Rücken-, Arm- und Nackenmuskulatur auch das macht hungrig. Ist aber sehr wichtig, schließlich will ich meinen Kopf gut halten und später prima sitzen lernen.
  • Meine Wachphasen verlängern sich immer mehr.
  • Und schließlich fange ich an mich zu drehen und meine Lage aktiv zu wechseln.

All das verbraucht täglich mehr Kalorien und deshalb komme ich häufiger und werde immer gieriger auf die Löffelkost. Wenn ich dir mit Interesse und Unruhe meinen Mehrbedarf signalisiere dann ist es Zeit für den ersten Milchbrei.

Milchbrei setzt sich zusammen aus zarten Getreideflocken oder geeignetem Grieß und Babynahrung. Die Kombination aus Milch und Getreide ist wunderbar nahrhaft für mich. In meinem Speichel, den ich ja fleißig produziere, ist ein Verdauungsenzym die Amylase enthalten. Das ist das Enzym welches mir ermöglicht Getreidemilchbreie problemlos anzunehmen. Weißt du, auf der ganzen Welt füttern Mamas ihren Babys Milch-Getreide-Breie. Denn überall auf der Welt gibt es irgendein nationales Getreide und eine Tiermilch. Bei uns hier in Europa ist es halt die Kuhmilch, woanders bekommen die Babys eben Kamel- oder Yakmilch mit Getreide verkocht. Weil Kuhmilch für ein Kälbchen das Beste ist, würde ich es vorziehen einen Babymilchbrei zu bekommen. Hier bei uns gibt es wertvolle Babynahrung die an meiner Muttermilch orientiert ist in der Zusammensetzung. Das hätte ich gerne. Denn auch wenn ich jetzt noch weiter gestillt werde, möchte ich trotzdem leicht verdauliche Babykost zusätzlich haben. Kuhmilch ist mir einfach zu schwer … ich mach ja auch nicht Muh und kann noch nicht laufen wie ein Kälbchen.
Ich weiß das ist etwas teurer, aber ich entschädige dich mit meinem wunderbarsten Lächeln dafür. Ganz besonders babygerecht ist der Aptamil Grieß für mich. Er enthält sogar Prebiotics, so wie deine gute Milch, die mein Immunsystem unterstützen und hilft mir einen weichen Stuhlgang zu produzieren.

Und wenn Papa abends da ist, freue ich mich sehr darauf von ihm den leckeren Milchbrei zu bekommen. Ich brauche übrigens kein süßes Obstmus dazu – das verführt mich nur. Vergiss nicht mir einen Latz umzubinden. Es kann sein ich kleckere anfangs ein bisschen. Meine Zunge muss sich erst daran gewöhnen den Brei in die richtige Richtung zu schieben. Und gib mir aus einem Tässchen oder Becherchen immer etwas Wasser zum trinken dazu. So gewöhne ich mich gleich daran. Und nach dem Brei möchte ich auch nochmal gestillt werden. Denn ich habe Mehrbedarf und brauche meine Muttermilch noch weiter! Nur weil ich jetzt fleißig löffle heißt das nicht, dass die Muttermilch überflüssig ist.

Es kann ein paar Tage dauern bis die Nächte wieder ruhiger werden. Hab Geduld mit mir, so wie ich auch Geduld mit dir habe. Wir verstehen uns jeden Tag besser! Ganz ohne Worte.

Dein Baby

This entry was posted in Test 1 and tagged , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

One Response to Erste Beikost ~ Interesse zeige ich so

  1. Pingback: ab wann Brei, Beikost und co... - Schnullerfamilie - Das Elternforum mit Herz und Verstand